2010_04 Frauengesundheit


9. Aktionstag Frauengesundheit

Die gute Nachricht: "Wir können aktiv etwas zur Vorbeugung gegen Krebs tun!"

Bürgermeister Detlef Lins betonte in seinem Grußwort das Grundanliegen des Arbeitskreises, Informationen aus erster Hand, von Fachleuten aus Forschung und Praxis, auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand.  

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer saßen auf Stühlen, standen in mehreren Reihen an den Wänden und saßen schließlich auf  dem Boden im großen Konferenzraum Sunderlandhotels. Als der Raum überfüllt war mussten bedauerlicherweise viele Interessierte umkehren.

Mit einer solchen Resonanz  (ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer) hatte der Arbeitskreis nicht gerechnet.  Auch die Fachreferenten, die ehrenamtlich und ihre aktuelle Fachkompetenz einbracht hatten, waren äußerst angetan von diesem so  disziplinierten Publikum, das mehr als 2 1/2 Stunden, zum großen Teil auch im Stehen ausharrte. Nach den Vorträgen strömten Teilehmenden quasi zu den Referenten, sich Rat zu holen. Es war leider nicht genügend Zeit, um allen Fragen der Teilnehmenden gerecht zu werden. Viele haben sich beim Veranstaltergremium persönlich bedankt.  

Die Veranstaltung hat somit den Nerv der Interessierten getroffen, zumal nicht nur Betroffe und deren Angehörige anwesend waren, sondern auch viele Interessierte, die sich im Vorfeld für den hoffentlich nicht eintretenden „Fall der Fälle“ über  Möglichkeiten von Brustkrebsprävention und Therapie informiert haben. Denn die Erfahrung zeigt: Informierte Frauen werden anders behandelt und leben länger!  

Sehr gut angekommen ist bei den Teilnehmenden die Zusammenfassung von Prof. Dr. Seeber, der ein Umdenken in der Krebstherapie fordert: „Bei inkurabler Situation heutiges Hauptziel: Chronifizierung der Erkrankung zu lebenswerten Bedingungen unter Einschluss aller wirksamen Medikamente und aller möglichen Lokalmassnahmen, aber jeweils engfristig kontrollierte Behandlungen – kein „Schema“. Langzeitüberleben kann durch zahlreiche Folgetherapien beeinflußt werden. Es ist unverständlich, daß in vielen Studien einzelnen Medikamenten oder Kombinationen Überlebenszeiten zugeordnet werden. Der Begriff der palliativen Therapie muß neu überdacht werden. Konsequente Nachsorge zur Frühdiagnose einer Metastasierung verbessert die Langzeitchancen und ermöglicht im Einzelfall die Chance der Heilung.“