Zur Navigation Zum Inhalt Zur rechten Spalte

Suchfunktion

Einstellungen

Schriftgröße: 
Kontrast: 

Mit Freunden unterwegs!

Die Wandergruppe aus Sundern und Schirgiswalde
Die Wandergruppe aus Sundern und Schirgiswalde

Wanderfreunde aus Sundern und Schirgiswalde trafen sich zu einer gemeinsamen Wanderung – dieses Jahr in Rheinhessen.

Gut gelaunt waren auch dieses Jahr wieder 24 Wanderfreunde, je zur Hälfte aus Sundern und Schirgiswalde, unterwegs. Gemeinsamer Treffpunkt war das „Tor zur Rhein-Terrasse“, die Gemeinde Bodenheim südlich von Mainz, in der nachweislich seit dem Jahre 754 Weinanbau betrieben wird.

So ging auch die Wanderung am Freitag, dem 16. Juli 2010 bei heißem Sommerwetter durch die Weinanbaugebiete auf dem Rhein-Höhenweg von Bodenheim, über Nackenheim nach Nierstein und von dort am Rhein entlang nach Oppenheim. Viele schöne Aussichtspunkte öffneten den Blick auf die Weinanbaugebiete, die umliegenden Ortschaften sowie auf den Rhein.

Die Zeit verging wie im Fluge. Interessantes wurde untereinander ausgetauscht; kannten sich doch viele bereits von der Wanderung im vergangenen Jahr im Kyffhäusergebiet.

Für den Aufenthalt in der rheinhessischen Kleinstadt Oppenheim hatten die Organisatoren, Herr Meinolf Kühn aus Sundern und seine Lebensgefährtin Frau Dr. Ina Claus, etwas Besonderes vorbereitet, nämlich eine Führung durch das verwobene Keller-Labyrinth der Stadt. Dieses zieht sich durch das komplette historische Zentrum. Wahrscheinlich dienten die ersten unterirdischen Gänge bereits im 13. Jahrhundert als Lagerräume. Damals lag Oppenheim am Kreuzpunkt wichtiger Handelsstraßen. Die Führung ging auch zur einzig ausgegrabenen unterirdischen Kapelle nördlich der Alpen.

Abends zurück in Bodenheim lud der Chef des Weingutes und Gästehauses, in dem übernachtet wurde, noch zu einer Rundfahrt durch seine Weinberge und zu einer Weinprobe in seiner Straußwirtschaft ein.

Sonnabend, der 17. Juli 2010 stand ganz im Zeichen von Besichtigungen der Landeshauptstadt Mainz. Fachkundig erläuterte Frau Dr. Claus markante Stätten, wie das Römerlager, die Zitadelle, die Stephanskirche mit den berühmten Chagallfenstern, die Augustinergasse, den Markt, den Fischtorplatz u.a.m. Natürlich führte der Rundgang auch zum Rheinufer.

Der Höhepunkt war zweifellos die Besichtigung des Hohen Doms zu Mainz. Der Mainzer Dom verfügt heute über eine der kompliziertesten und größten Orgelanlagen Europas. Sieben Orgelwerke wurden möglichst unscheinbar in den Kirchenraum eingefügt. Die Orgeln des Mainzer Doms haben 114 Register mit 7984 Pfeifen. Dies und viel mehr erläuterte uns Herr Daniel Beckmann, der Erste Domorganist. Daniel Beckmann ist bekanntlich der Schwiegersohn des ebenfalls mitreisenden stellv. Bürgermeisters Friedel Schültke aus Sundern. Die Reisegruppe hatte das außergewöhnliche Erlebnis, einer kleinen Orgelmatinee beizuwohnen.

Am Nachmittag fanden sich alle noch einmal zu einem Abschlussessen im historischen Augustinerkeller zusammen. Alle Teilnehmer, zu denen auch die Bürgermeister Detlef Lins und Patric Jung gehörten, waren sich einig: Das war ein wunderschönes Treffen, das perfekt organisiert worden war und weitere Impulse für die nun 20-jährige Partnerschaft beider Städte gab.

Diese schöne Tradition soll auch im nächsten Jahr – voraussichtlich im Mai und nach einem ersten Vorschlag im Harz – gemeinsam fortgesetzt werden. Schon heute sind alle Interessenten eingeladen, Die nächste Begegnung findet jedoch bereits am ersten Wochenende im September statt, wenn beim Stadtfest „700 Jahre Sundern“ und gleichzeitig „20 Jahre Städtepartnerschaft Schirgiswalde-Sundern“ gefeiert wird.