Ihr Anliegen

Lohnsteuerkarten

Allgemeine Infos: 

Die Papierlohnsteuerkarte wird stufenweise  durch ein elektronisches Verfahren ersetzt.
Das neue elektronische Verfahren heißt ELStAM (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) und geht im Jahr 2012 an den Start.
  
Als Arbeitnehmer müssen Sie dann nicht mehr  Ihre Lohnsteuerkarte beim Arbeitgeber abgeben, sondern lediglich Ihre steuerliche Identifikationsnummer und das Geburtsdatum angeben.

Falls Sie Ihre Steuer-ID nicht mehr wissen, stellt Ihnen das Bürgerbüro kostenlos eine Bescheinigung über Ihre Steuer-ID aus.
  
Alle Daten, die für die Ermittlung Ihrer Lohnsteuer ab 2012 relevant sind, werden dem Arbeitgeber  von einer zentralen Datenbank zum elektronischen Abruf zur Verfügung gestellt.
  
Umstellung des Verfahrens bis 2012:
  
Für das Jahr 2011 wird keine neue Lohnsteuerkarte mehr ausgestellt.

Als Übergangslösung ist die Lohnsteuerkarte 2010 (einschließlich der eingetragenen Freibeträge) auch für das Jahr 2011 gültig.
 
Änderungen der Lohnsteuerkarte werden ab 2011 ausschließlich durch das Finanzamt vorgenommen.  

Anschriftenänderungen
 und standesamtliche Änderungen, wie z.B. Geburt eines Kindes, Eheschließung oder Kirchenein- oder austritt werden nach wie vor durch die Bürgerbüros der Gemeinden und Städte verwaltet. Es handelt sich hierbei nur um die Änderung des Melderegisters, nichtder Lohnsteuerkarte!  

Ab dem Jahr 2012 werden die oben gennanten Änderungen von den Bürgerbüros elektronisch an die zentrale Lohnsteuerdatenbank übermittelt und die Lohnsteuerdaten dort automatisch geändert. In 2011 müssen Steuerpflichtige diese Änderungen noch zusätzlich beim Finanzamt anzeigen und gegebenenfalls ihre Lohnsteuerkarte dort ändern lassen. Hierzu kann das zuständige Finanzamt nähere Informationen geben.

Die Finanzämter stellen bei Bedarf anstelle von Papierlohnsteuerkarten Ersatzbescheinigungen mit den steuerlichen Daten aus.

Dies gilt insbesondere 

- für die erstmalige Ausstellung in 2011
- bei Verlust der Papierlohnsteuerkarte
 

Fragen und Antworten:

Welche Vorteile hat das neue System? Die Kommunikation zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und dem Finanzamt wird  beschleunigt und erspart lästigen Papierkram. 

Wer macht was?

Ab dem Jahr 2012 ist allein die Finanzverwaltung dafür zuständig, dem Arbeitgeber die notwendigen Merkmale für die Besteuerung des Arbeitnehmers zu übermitteln. Alle Daten werden dann beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) gespeichert. Sobald jemand eine Arbeitsstelle antritt und lohnsteuerpflichtig ist, fragt der Arbeitgeber beim BZSt nach den notwendigen Daten, um sie dann in das Lohnkonto des Beschäftigten zu übernehmen. Diese Daten werden auch Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) genannt. Als Beschäftigter müssen Sie bei Beginn des Arbeitsverhältnisses lediglich Ihre steuerliche Identifikationsnummer angeben und das Geburtsdatum. 

Und die Steuererklärung ?

Die Abschaffung der Lohnsteuerkarte aus Papier hat keine Auswirkungen auf Ihre Steuererklärung. Die müssen Sie wie gehabt gründlich machen und beim Finanzamt einreichen. Auch dies können Sie bequem und unbürokratisch erledigen, indem Sie auf das kostenlose amtliche Steuererklärungsprogramm ElsterFormular zurückgreifen. 

Was mache ich 2011 bei einem Arbeitsplatzwechsel?

Bei einem Arbeitsplatzwechsel geben Sie die Lohnsteuerkarte 2010 bei Ihrem neuen Arbeitgeber ab.