Pressemeldung

PNE schließt Rotorblatttransporte für den Windpark "Sundern-Allendorf" erfolgreich ab

Die Stadt Sundern macht auf eine Pressemitteilung der PNE-Gruppe vom 05.02.2026 aufmerksam:

In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar ist das letzte von insgesamt 15 Rotorblättern für die fünf Windenergieanlagen des Windparks "Sundern-Allendorf" am Anlagenstandort eingetroffen. Damit konnte die anspruchsvolle und ungewöhnlich lange Transportphase, die bereits Anfang September 2025 begonnen hatte, erfolgreich abgeschlossen werden.

Großes Interesse und transparente Information

Die nächtlichen Rotorblatttransporte stießen entlang der gesamten Strecke und während aller 15 Fahrten auf großes öffentliches Interesse. Zahlreiche Anwohner begleiteten die spektakulären Transporte, die zudem eine starke mediale Resonanz in der Region erzeugten.

Um die Öffentlichkeit transparent zu informieren, richtete PNE eine Projektwebsite ein. Auf dieser wurden unter anderem die geplanten Transporte angekündigt. Die sehr hohen Zugriffszahlen verdeutlichten das große Interesse der Bevölkerung an den Transporten. Aufgrund der stets sehr kurzfristigen und wetterabhängigen Entscheidungen war jedoch bei nicht allen 15 Bladelifterfahrten eine tagesaktuelle Aktualisierung möglich.

Projekt- und Bauleiter Dipl.-Ing. Jens Peters betont: "Wir bedanken uns ausdrücklich bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Rücksichtnahme während der Transportnächte. Ebenso danken wir den beteiligten Unternehmen – insbesondere den Logistikfirmen Hofmann (Bladeliftertransport) und SLT Pusch (Streckenausbau und Transportbegleitung) – für die engagierte und professionelle Zusammenarbeit."

Rückblick auf außergewöhnliche Schwerlasttransporte

Der erste Transport mit dem Bladelifter startete in der Nacht vom 8. auf den 9. September 2025 von der Umladefläche in Müschede aus. Von dort aus führte die rund 19,5 Kilometer lange Strecke über Hachen, Sundern, Amecke und den Amecker Sorpedamm bis zur L 686 und weiter in das Windparkgebiet.

Zum Einsatz kam ein dieselhydraulisch angetriebener Bladelifter (SPMT), mit dem sich die bis zu knapp 80 Meter langen Rotorblätter sicher durch enge Ortsdurchfahrten und über Gebäude und Baumkronen manövrieren lassen. Mithilfe eines Hebe- und Drehadapters können die Rotorblätter um bis zu 60 Grad angehoben werden, um Hindernisse entlang der Strecke zu umfahren. Mit einer Geschwindigkeit von sechs bis maximal zwölf Kilometern pro Stunde bewegten sich die Transporte knapp über Schrittgeschwindigkeit und erforderten höchste Präzision sowie eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten.

Die Transportzeiten von der Umladefläche in Müschede bis zum Windpark "Sundern-Allendorf" konnten – stets in nächtlichen Einsatzfenstern – von anfänglich neun Stunden bei der ersten Bladelifterfahrt am 8./9. September 2025 auf zuletzt fünf Stunden beim letzten Transport am 21./22. Januar 2026 deutlich reduziert werden.

Herausfordernde Witterung verlängerte Transportphase

Die Transportphase erstreckte sich insgesamt über rund viereinhalb Monate und war damit deutlich länger als die ursprünglich geplanten 2,5 bis 3 Monate. Dies war auf außergewöhnlich schwierige Witterungsbedingungen zurückzuführen, darunter zahlreiche Windausfalltage bei Böen von deutlich über 6 m/s, häufiger dichter Nebel, Glatteisbildung sowie Schneefall im Hochsauerlandkreis.

Diese Bedingungen machten eine sehr kurzfristige Planung und Terminierung der Transporte erforderlich. Teilweise mussten bereits angesetzte Transporte ein bis zwei Stunden vorher abgesagt oder neu angesetzt werden. Auch im weiteren Ablauf stellten die winterlichen Bedingungen eine Herausforderung dar. Aufgeweichte Wege und Feldüberfahrten in der Windparkzufahrt, vereiste Abschnitte im Windpark sowie Eisbildung an den Rotorblättern sowohl auf der Umladefläche als auch während der Fahrten erforderten die ganze Erfahrung der beteiligten Akteure.

Das gesamte Projektteam betont: "Wir sind sehr froh, dass alle Bladeliftertransporte reibungslos und unter großem Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner durchgeführt werden konnten. Unser besonderer Dank gilt allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld und Rücksichtnahme während der Transporte."

Trotz der anspruchsvollen und wetterbedingten Verzögerungen befinden sich die ersten Windenergieanlagen bereits in der Inbetriebnahmephase. Das neu errichtete Umspannwerk Leinschede rund acht Kilometer vom Windpark entfernt wurde am 22. Januar 2026 erfolgreich in Betrieb genommen. In den kommenden Wochen werden alle fünf Anlagen ans Netz gehen und sauberen Strom einspeisen. Bis Ende März 2026 sollen alle Windenergieanlagen des Windparks "Sundern-Allendorf" in Betrieb genommen sein.

In den letzten Tagen hat zudem der Rückbau der Umladefläche in Müschede sowie der temporären Platten- und Trackpanelstraßen im Windparkgebiet begonnen.

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Rotorblatttransport für den Windpark Sundern-Allendorf, Foto: Spedition Gutmann GmbH & Co. KG
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