Pressemeldung

Stadt setzt künftig auf Beförsterung über Forstbetriebsgemeinschaft

Die Stadt Sundern stellt die Bewirtschaftung ihres Stadtwaldes neu auf.

Künftig wird kein Dienstleister mehr als Stadtförster beschäftigt. Stattdessen erfolgt die Beförsterung des 1013,85 Hektar großen Stadtwaldes über die Mitgliedschaft in regionalen Forstbetriebsgemeinschaften (FBGen).

Forstbetriebsgemeinschaften sind privatrechtliche Zusammenschlüsse von Waldbesitzern mit dem Ziel, die nachhaltige und wirtschaftliche Bewirtschaftung der Wälder zu verbessern. Sie sind regional organisiert und verfügen über entsprechendes Fachpersonal. Der Waldbestand der Stadt verteilt sich auf die Zuständigkeitsbereiche der drei Fortbetriebsgemeinschaften Allendorf/Hagen, Sundern und Endorf, in denen die Stadt bereits Mitglied ist. 

Im Vorfeld der Entscheidung hat die Verwaltung verschiedene Bewirtschaftungsmodelle umfassend geprüft. Neben einem reinen Kostenvergleich wurden weitere relevante Aspekte betrachtet, darunter die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, der Umgang mit forsthoheitlichen Aufgaben, das Risiko von Personalausfällen, der organisatorische Aufwand für eine zusätzliche Verwaltungsstelle sowie der Bedarf an einem Dienstfahrzeug. 

Aus wirtschaftlicher Sicht stellt die Beförsterung über die Forstbetriebsgemeinschaften die wirtschaftlichste Variante dar. Ein Kriterium aus Sicht der Verwaltung war insbesondere das Personalausfallrisiko. Bei einer ausschließlich internen Lösung müsste für Urlaubs-, Krankheits- oder Fortbildungszeiten eine verlässliche Vertreungsregelung sichergestellt werden. Diese ist bei der Beförsterung über die Mitgliedschaft in den Fortstbetriebsgemeinschaften dauerhaft gewährleistet. 

Infolge der zurückliegenden Kalamitäten weist der Stadtwald derzeit einen hohen Anteil an Jungbeständen auf. Je nach Baumart dauert es rund 80 bis 100 Jahre, bis ein Baum seine Hiebsreife erreicht und damit einen wirtschaftlichen Ertrag erzielen kann. 

In den kommenden Jahren liegt der Schwerpunkt daher auf der Wiederaufforstung betroffener Flächen. Die Kulturen müssen sorgfältig gepflegt und geschützt werden, damit sich stabile und leistungsfähige Waldflächen entwickeln können. 

Die nachhaltige Bewirtschaftung des Stadtwaldes ist damit eine Investition in die nächsten Generationen.

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v.l.v.r.: Rainer Wolf (Wald und Holz NRW - Förster für Sundern/Langscheid), Patricia Plebs (Abteilungsleitung Grundstücke, Gebäude und Forst der Stadt Sundern), Jens Hückelheim (Wald und Holz NRW), Leandra Sommer (Wald und Holz NRW - Försterin für Allendorf/Hagen), Martin Hoffmann (Wald und Holz NRW - Förster für Endorf)
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